ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Credit Suisse muss sich wegen der Probleme bei Lieferketten-Finanzierungsfonds frisches Kapital besorgen. Zudem rechnet die Schweizer Großbank wegen des Ausfalls des Hedgefonds Archegos im zweiten Quartal mit einer weiteren Belastung von 600 Millionen Franken. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte das Debakel bei dem Fonds - wie bereits bekannt - mit 4,4 Milliarden Franken (rund 4 Mrd Euro) belastet. Die Bank rutschte deswegen in die roten Zahlen; allerdings nicht so stark wie Anfang April angekündigt und von Analysten befürchtet.

Neben den Problemen bei Archegos ringt die Credit Suisse mit den Folgen der Pleite des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill. Derzeit versucht die Bank, möglichst viel Geld zugunsten der Anleger mehrerer sogenannter Lieferketten-Finanzierungsfonds zu retten, die sie gemeinsam mit Greensill aufgelegt hatte. Aus diesem Grund muss die Bank auf Druck der Finanzaufsicht ihr Kapital um 1,9 Milliarden Franken aufstocken, wie die Bank am Donnerstag in Zürich mitteilte. Aus diesem Grund kündigte die Bank die Ausgabe von Pflichtwandelanleihen an./zb/mis