Jetzt ist es so weit und der Fall eingetreten, den viele bereits befürchtet haben. CureVac (WKN: A2P71U) hat bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur seinen Antrag auf Zulassung des COVID-19-Impfstoffes CVnCoV zurückgezogen. Schon im Sommer musste CureVac bekannt geben, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes unter den eigenen Erwartungen liegt. Dennoch wollte man die Zulassung beantragen und den Impfstoff zeitnah ausliefern.

Die Nachricht, dass daraus nichts wird, hat den Aktienkurs um weitere 7 % auf aktuell noch 34,85 Euro abstürzen lassen (Stand: 12.10.2021). Für die Aktionäre ist das eine weitere bittere Pille. Seit dem Höchststand im Dezember 2020 bei mehr als 120 Euro hat die Aktie inzwischen mehr als 70 % an Wert verloren.

Aber noch ist CureVac nicht komplett aus dem Rennen. Denn schon im kommenden Jahr könnten die Karten auf dem Markt für COVID-19-Impfstoffe neu gemischt werden. Die immer neuen Mutationen des Virus werden wohl in absehbarer Zeit neue Impfstoffe notwendig machen, die auf die aktuellen Varianten angepasst sind. Hier könnte sich für CureVac doch noch eine Gelegenheit bieten, einen seiner Impfstoffe auf den Markt zu bringen.

CureVac konzentriert sich auf die Zukunft

Seit Anfang des Jahres arbeitet CureVac daher an einem Impfstoff der zweiten Generation, der den Namen CV2CoV trägt. Dieser soll eine deutlich bessere Wirksamkeit gegen die zahlreichen Mutanten des Coronavirus aufweisen. Erste Ergebnisse aus Tierversuchen haben bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Aktuell plant CureVac den Beginn der klinischen Studien im vierten Quartal. Sollte sich die Wirksamkeit in dieser Studie bestätigen, könnte der neue Impfstoff im kommenden Jahr von den Behörden zugelassen werden. Falls CureVac im zweiten Anlauf mehr Erfolg haben sollte, könnten sich die hohen Erwartungen der Anleger letztendlich vielleicht doch noch erfüllen. Oder zumindest könnte die Enttäuschung weniger deutlich werden.

Denn für CureVac ist die gescheiterte Entwicklung von CVnCoV finanziell sicherlich eine große Belastung. Seit Anfang des Jahres hat das Unternehmen bereits die Produktion des Impfstoffes hochgefahren, da fest mit der Zulassung in diesem Jahr gerechnet wurde. Die bereits produzierten Impfdosen müssen nun wohl abgeschrieben und vernichtet werden.

Weitere Kursstürze sind nicht ausgeschlossen

Nun will man diesen Misserfolg aber schnell hinter sich lassen und sich auf CV2CoV konzentrieren. Die Einführung dieses Impfstoffes wird aber auch noch einige Monate in Anspruch nehmen. Zudem gibt es hier noch keine finalen Daten zur Wirksamkeit. Es ist also bisher noch nicht bewiesen, dass der Impfstoff wirklich eine deutlich bessere Wirksamkeit besitzt als CVnCoV.

Damit ist das Risiko für weitere Kursstürze weiterhin sehr groß. Denn CureVac macht momentan nur wenig Umsatz, muss aber gleichzeitig hohe Kosten schultern. Allein in der ersten Jahreshälfte hat CureVac deshalb einen Verlust von mehr als 264 Mio. Euro vor Steuern verbucht. Hier muss also dringend ein Erfolg her, um die aktuelle Milliardenbewertung zu rechtfertigen.

Der Artikel CureVac-Aktie: Es kommt noch schlimmer! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Unsere Top-Aktie für das Jahr 2021

Es gibt ein Unternehmen, dessen Name zurzeit bei den Analysten von The Motley Fool sehr, sehr häufig fällt. Es ist für uns DIE Top-Investition für das Jahr 2021.

Du könntest ebenfalls davon profitieren. Dafür muss man zunächst alles über dieses einzigartige Unternehmen wissen. Deshalb haben wir jetzt einen kostenlosen Spezialreport zusammengestellt, der dieses Unternehmen detailliert vorstellt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Jetzt den vollständigen Artikel lesen