Die CureVac-Aktie (WKN: A2P71U) gehörte zu Beginn der Pandemie zu den größten Gewinnern. Wer die Aktie beim Börsengang oder kurz danach gekauft hat, konnte sich schon nach wenigen Wochen über große Gewinne freuen. In der Spitze kostete eine Aktie vor knapp einem Jahr mehr als 110 Euro. Zum Vergleich: In den Tagen und Wochen nach dem Börsengang pendelte der Kurs zwischen 30 und 60 Euro hin und her.

Die Hoffnung auf eine schnelle Einführung des von CureVac entwickelten COVID-19-Impfstoffes hat den Kurs dann auf immer neue Höhen katapultiert. Aber im Sommer kam dann der große Dämpfer. Der Impfstoffkandidat CVnCoV konnte nicht die erhoffte Wirksamkeit liefern und wurde letztendlich auch nie auf den Markt gebracht.

CureVac steckt tief in den roten Zahlen

Dem Aktienkurs hat das massiv geschadet. Aktuell zahlt man für eine Aktie nur noch 17,02 Euro (Stand: 01.04.2022).

Und der niedrige Kurs hat auch gute Gründe. Denn CureVac kann bis heute kaum Umsätze vorweisen. Die Entwicklung der Impfstoffe sowie anderer Produkte verschlingt zudem enorme Summen. Allein in den ersten neun Monaten des letzten Jahres lag der Verlust nach Steuern bei mehr als 400 Mio. Euro.

Aber CureVac konnte vor wenigen Tagen an einer sehr wichtigen Stelle Fortschritte melden. Seit etwa einem Jahr arbeitet das Unternehmen an einem COVID-19-Impfstoff der zweiten Generation. Und nun hat das Unternehmen die klinischen Studien mit dem neuen Impfstoff gestartet. Im Rahmen der ersten Studie werden bis zu 210 Probanden den Impfstoff erhalten.

Gelingt der Befreiungsschlag, der die Aktie wieder in die Höhe katapultiert?

Sollte sich dabei herausstellen, dass der Impfstoff tatsächlich eine hohe Schutzwirkung bei geringem Risiko aufweist, könnte das für CureVac doch noch den späten Erfolg bedeuten. Aber es bleiben immer noch diverse Fragezeichen. Denn selbst wenn der Impfstoff ein Erfolg werden sollte, ist nicht damit zu rechnen, dass die Umsatzzahlen mit denen der großen Konkurrenten vergleichbar sein werden.

Beispielsweise werden bis zur Einführung des Impfstoffes noch einige Monate vergehen. CureVac rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit ersten Ergebnissen der jetzt laufenden Studie. Wie hoch die Nachfrage dann noch sein wird, lässt sich heute kaum abschätzen.

Wenn man sich jetzt die CureVac-Aktie ins Depot legt, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man hier eine Wette auf den Wert der noch in Entwicklung befindlichen Produkte eingeht. Im schlimmsten Fall könnten alle Hoffnungsträger verpuffen wie der Impfstoff CVnCoV. In dem Fall wird die Aktie noch deutlich weiter fallen.

Im besten Fall könnte CureVac mit den diversen in Entwicklung befindlichen Impfstoffen der große Wurf gelingen und in den nächsten Jahren hohe Gewinne erzielen. Wie groß das Potenzial ist, lässt sich aber nicht realistisch abschätzen. Deshalb ist es auch kaum möglich, einzuschätzen, ob der Aktienkurs wenigstens in diesem Szenario wieder steigen könnte.

Der Artikel CureVac-Aktie: Mehr Glück im zweiten Versuch? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFdzeipert)


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