Das deutsche Biopharma-Unternehmen CureVac startet die entscheidende Studie mit seinem Impfstoff-Kandidaten gegen das Corona-Virus.

Nachdem die ersten Impfstoffe gegen Corona bereits auf dem Markt sind, zieht das Tübinger Unternehmen nun nach und gab am Montag den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie bekannt. Erste Ergebnisse dieser Studie mit vermutlich über 35.000 Teilnehmer werden laut eines Sprechers zum Ende des ersten Quartals 2021 erwartet.

Finanzmarkt reagiert euphorisch 

Die Börse reagiert euphorisch auf diese Botschaft: Das CureVac-Wertpapier, das insbesondere in New York gehandelt wird, stieg im NASDAQ-Handel zeitweise um 5,25 Prozent auf 124,29 Dollar. Nach einem Höhenflug, der sich über Wochen zog, hatten Anleger in der letzten Woche Gewinne mitgenommen, wonach der Kurs leicht nach unten ging.

CureVac: Wie geht es weiter mit dem Impfstoff-Kandidaten?

Bis der Impfstoff-Kandidat zugelassen werden kann, dauert es allerdings noch eine ganze Weile. Da kein Impfstoff mehr nur für den deutschen Markt zugelassen wird, ist dieser Prozess zum Großteil durch die zentrale europäische Zulassungsverfahren ersetzt worden – die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) ist dabei die zentrale Prüfstelle. 

Die Zulassungsanträge zu den Impfstoff-Kandidaten können zur Beschleunigung in einem „Rolling-Review“-Verfahren geprüft werden. Die Beurteilung des Impfstoffes läuft, bevor alle notwendigen Daten für einen „normalen“ Zulassungsantrag vorgelegt wurden. Sobald die Ema ihr Okay gibt, kann die EU-Kommission den Einsatz der Impfstoffe für alle Mitgliedsländer genehmigen.

Curevac hat mit der EU-Kommission einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Impfdosen geschlossen. Das Unternehmen gab keine Auskunft darüber, wie viele Dosen Deutschland bekommen soll.

/cn