Der Leverkusener Pharmakonzern Bayer und das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac ziehen gehen bei einem Corona-Impfstoff gemeinsam vor. Am Donnerstag teilten die beiden Konzerne mit, einen Kooperations- und Servicevertrag geschlossen zu haben. 

Seit längerem ist CureVac mit der Entwicklung eines Impfstoffes beschäftigt, dessen Marktzulassung allerdings noch nicht absehbar ist. Nun soll sich Bayer bei aufwendigen Arbeiten für die Zulassung und für die dafür notwendige Studie beteiligen und außerdem die Lieferketten beobachten. Dass Bayer ebenfalls die Produktion übernimmt, geht aus dem Vertrag nicht hervor.

CureVac-Impfstoff: Aktueller Stand 

CureVac hatte im Dezember das Go für den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie für den Corona-Impfstoff „CVnCoV“ bekommen. In dieser Phase geht es darum, die Sicherheit und Wirksamkeit bei Erwachsenen an Standorten in Europa und Lateinamerika zu prüfen. Der Impfstoff CVnCoV basiert ebenfalls auf mRNA wie die Mittel von BioNTech/Pfizer und Moderna.

Erste Ergebnisse sind laut CureVac zum Ende des ersten Quartals 2021 vorgesehen. Sollte der Impfstoff zugelassen werden, hat sich die EU-Kommission für die EU-Staaten 405 Millionen Dosen gesichert. 

CureVac baut auf Impfstoff-Freigabe im Sommer 2021

CureVac erhofft durch die Kooperation mit dem Pharmaunternehmen, dass sein Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer zum Einsatz kommen kann. „Wir hoffen, dass unser Impfstoff Mitte des laufenden Jahres oder im dritten Quartal zugelassen wird und eingesetzt werden kann“, teilte CureVac-Sprecher Thorsten Schüller der Augsburger Allgemeinen mit. 

So reagiert die Börse 

Am Donnerstag steigen die Papiere von CureVac auf XETRA zeitweise um 11,73 Prozent auf 80,89 Euro. Die Aktien von Bayer setzten ihre vorherige Erholung mit einem Plus von 3,31 Prozent auf 53,13 Euro fort. Analyst Tony Jones vom Investmenthaus Redburn sieht jedoch keine großen Gewinnmöglichkeiten für Bayer in der Zusammenarbeit. Trotzdem wirke sich die Kooperation positiv auf die Stimmung der Aktionäre aus, so Jones. 

/cn