Unsere letzte Kommentierung zu den beiden Auto-Werten überschrieben wir am 12.06. noch mit „Ist der knackige Rücksetzer nur der Auftakt?“. Zum damaligen Zeitpunkt gerieten die beiden Aktien unter Druck, nachdem der Gesamtmarkt zu „wackeln“ begann. Mittlerweile sind einige Handelstage ins Land gegangen. Somit ist es an der Zeit, die Werte noch einmal in Augenschein zu nehmen. Eine gewisse Nervosität ist noch immer an den Aktienmärkten zu spüren. Die Corona-Krise hat den Dax weiterhin fest im Griff. Schauen wir zunächst auf Daimler WKN: 710000 ISIN: DE0007100000 Ticker-Symbol: DAI).

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung zur Daimler-Aktie sah sich der Wert starken Gewinnmitnahmen ausgesetzt. Damals verpasste es die Aktie auch, die 200-Tage-Linie bullisch zu kreuzen und so ein wichtiges Signal zu generieren. Das bei 41,5 Euro markierte Zwischenhoch fungiert aufgrund des markanten Rücksetzers nun als wichtiger Widerstand. Der Bruch des kurzfristigen, steilen Aufwärtstrends (rot dargestellt) und die Aufgabe der wichtigen Unterstützung von 38,0 Euro haben den Druck auf der Unterseite erhöht und rücken mittlerweile die zentrale Unterstützungszone 33,2 bis 30,0 Euro in den Fokus. Neben einigen wichtigen Horizontalmarken wird dieser Bereich zudem durch den weniger steilen Aufwärtstrend (grün) und die 38-Tage-Linie verfestigt. Insofern gilt: Unter die 30,0 Euro darf es nicht gehen, anderenfalls muss die Lage neu bewertet werden. Noch kam es nicht zu einem ernsthaften Test der Zone 33,2 / 30,0 Euro. Das hält die Aktie weiterhin im Spiel. Der Daimler-Aktie muss es aus charttechnischer Sicht jedoch wieder gelingen, das Handelsgeschehen tendenziell in Richtung 38,0 Euro zu verlegen. Das eigentliche Ziel muss es aber sein, über die 41,5 Euro auszubrechen. Ob dieses Unterfangen jedoch mit Blick auf die aktuelle Nervosität gelingen kann, bleibt abzuwarten. Wenig überraschend bietet sich bei den Volkswagen Vorzügen (WKN: 766403 | ISIN: DE0007664039 | Ticker-Symbol: VOW3) ein ganz ähnliches Bild.

Das Scheitern am Widerstand bei 155,0 Euro initiierte den kräftigen Rücksetzer. Nach dem Verlust der 140er Unterstützung stand zunächst der kurzfristige Aufwärtstrend (rot) im Feuer. Nach einem nochmaligen Aufbäumen über die 140,0 Euro hinweg, droht die Aktie, diesen Trend nun doch aufgeben zu müssen. Sollte es zudem signifikant unter die 128,0 Euro gehen, muss mit einer Ausdehnung der Bewegung in Richtung der zentralen Unterstützung bei 115,0 Euro gerechnet werden. Auf der Oberseite bilden derzeit die 140,0 Euro sowie die 155,0 Euro die entscheidenden Widerstände.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

Aktuelle Blogs auf Börsennews:

Wirecard-Absturz – Das sind die Hintergründe

Wirecard veröffentlicht Statement vor Jahresabschlusszahlen

Andere Leser interessierten sich auch für:

Wirecard – Aktie am Boden. Unternehmen kämpft um Reputation.

Adobe – Aktie mit ganz starker Vorstellung. Kommt da noch mehr?

Haftungsausschluss/Disclaimer

Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und – je nach Art des Investments – sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Boersennews.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Boersennews.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Boersennews.de und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.