Am 16. April sagte Jim Cramer auf CNBC, dass er es nicht abwarten könne zu sehen, wie gut Danaher (WKN: 866197 / ISIN: US2358511028) derzeit abschneiden würde. Er würde ein „fantastisches“ Quartal erwarten. Und tatsächlich, als der US-Mischkonzern am 22. April 2021 sein neustes Zahlenwerk vorlegte, enttäuschte Danaher nicht.

Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen

Zunächst einmal zu den nackten Zahlen: In dem am 2. April 2021 beendeten Dreimonatszeitraum erlöste Danaher 6,86 Mrd. US-Dollar, nach 4,34 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Zu dem deutlichen Anstieg hatte auch die Übernahme von GE Healthcare Life Sciences, nun Cytiva, beigetragen.

Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 1,05 auf 2,52 US-Dollar. Sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen wurden die Markterwartungen geschlagen. Analysten hatten zuvor Werte bei Umsatz und Ergebnis von 6,29 Mrd. US-Dollar bzw. 1,76 US-Dollar erwartet.

Danaher ist auch ein „Corona-Profiteur“

Danaher verleibt sich am liebsten wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen aus dem US-Mittelstand ein und trimmt diese mithilfe des Danaher-Business-Systems (DBS) so schnell wie möglich auf Rendite. Die Manager der zugekauften Unternehmen absolvieren verschiedene Stationen innerhalb des Danaher-Konglomerats.

Die richtigen Tools bei der Forschung im Kampf gegen COVID-19 – Bildquelle: Pressefoto Danaher

Sie sehen auf diese Weise Erfolgsbeispiele für eine gesteigerte Effizienz. In der Konzerngeschichte hat die Investment-Holding schon über 400 Unternehmen übernommen. Zu diesen Unternehmen gehört auch Beckman Coulter. Die auf Biotechnologie und Medizintechnik spezialisierte Firma machte im Zuge der Corona-Krise mit einem Antikörper-Test auf SARS-CoV-2 auf sich aufmerksam.

Tests sind jedoch nur ein Bereich, der in Zeiten von COVID-19 boomt. Auch die verstärkten Aktivitäten in den Bereichen Impfstoffe und Suche Nach Corona-Behandlungsmöglichkeiten halfen Danaher zuletzt, starke Geschäfte zu generieren. So konnte das starke Umsatzwachstum auch zu starken Gewinnen beitragen. Zudem rechnet sich das Management auch für die Zukunft einiges aus – unter anderem Marktanteilsgewinne.

Konzern macht weiter wie bisher

Das Danaher-Management geht für das laufende Juni-Quartal von einem Anstieg beim bereinigten Umsatz im mittleren Zwanziger-Prozentbereich aus. Für das Gesamtjahr wird mit einem Plus am oberen Ende der Spanne von 13 bis 19 Prozent gerechnet. Dabei bleibt der Konzern nicht nur ein Corona-Profiteur.

Die starke Aktienkursperformance der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass das Danaher-Business-System funktioniert. Nicht umsonst haben wir den Titel bei marktEINBLICKE zu unseren Aktienfavoriten erklärt. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat das Papier Investoren eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 21 Prozent eingebracht.

FAZIT

Mit einem 2021er-KGV von knapp 30 ist die Danaher-Aktie alles andere als günstig bewertet. Zudem wirkt die Dividendenrendite von 0,3 Prozent alles andere als attraktiv. Dafür der wie an der Schnur gezogene Kurschart der vergangenen Jahrzehnte umso mehr. Die Aktie bleibt einer unserer mE-Favoriten für das Jahr 2021.

Bildquelle: Pressefoto Danaher

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