Die Freude über die zuletzt rückläufigen Inflationsdaten war groß und hat die Aktienmärkte beflügelt. Nun setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass die Teuerungsrate immer noch viel zu hoch und der Weg zur „Normalität“ noch lang ist.

Der startet heute vorbörslich mit 13.692 Punkten unverändert in den letzten Handelstag dieser Woche.

 

Inflation immer noch viel zu hoch

Der Druck im Inflationskessel ist ein wenig gewichen. Allerdings liegt die Teuerungsrate mit 8,5% immer sehr deutlich von der Zielmarke der Federal Reverse von 2,0% entfernt. Der Jubel an den weltweiten Börsen könnte ein wenig verfrüht gewesen sein. Zwar hat der Preisdruck ein wenig nachgelassen, dennoch sind die Energie- und Rohstoffpreise weiterhin viel zu hoch und die US-Notenbank könnte ihre straffe Zinspolitik noch eine Weile fortsetzen. Lediglich die Markterwartungen haben sich geändert. Ein Tag vor den Inflationsdaten war die Mehrheit der Anleger in den USA laut der CME Group von einer Zinserhöhung im September von 75 Basispunkten ausgegangen. Nun rechnen die Börsianer mit einem Zinsschritt von 50 Basispunkten.

 

DAX 40 kommt nicht voran

Der DAX hat immer noch mit den zwei Widerständen zu kämpfen. Es handelt sich hierbei um das Abwärts-Gap bei 13,743/13.695 Punkten von Juni sowie die fallende exponentielle 100-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 13.717 Zählern. Abgerundet wird das Widerstandstrio durch die äußere Abwärtstrendlinie bei momentan 13.750 Punkten.

DAX 40 Chart auf Tagesbasis

Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen


Christian Henke ist Senior Market Analyst beim Onlinebroker IG Europe GmbH für Deutschland und Österreich und seit mehr als 20 Jahren im Finanzsektor tätig. Er ist seit 2001 Mitglied in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD) und hat den Abschluss zum Certified Financial Technician (CFTe). Seine Schwerpunkte sind die Konstruktion von Handelssystem und die Point & Figure-Charts.




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