Optimismus macht sich zunehmend breit. Die Anleger scheinen jegliche Bedenken über Bord zu werfen. Die Frage ist, ob die Realität die Märkte nicht auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Die Inflation hat in den USA scheinbar den Höhepunkt erreicht. Der jüngste Rückgang der Teuerungsrate wurde als Triumph gefeiert. Dass die Energie- und Rohstoffpreise immer noch deutlich zu hoch sind und die Inflation noch Welten von dem Zielwert der Federal Reserve von 2% liegt, stört niemanden. Auch die Ankündigung der US-Notenbank, die straffe Zinspolitik fortzusetzen, kann die Finanzmärkte nicht aus der Bahn werfen. Und die jüngsten Konjunkturdaten aus China zeigen, dass die Wachstumslokomotive im Reich der Mitte an Fahrt verliert. Die jüngsten Zinssenkung der Notenbank schüren die Sorge von weiteren Zinsanpassungen.

Dennoch geht es für den DAX weiter gen Norden. Auch heute startet der deutsche Leitindex freundlich in die neue Woche. Vorbörslich wackelt die wichtige Marke bei 13.800 Punkten.

Charttechnisch warten im Wochenchart zwei wichtige Hürden. Dies sind zum einen die äußere Abwärtstrendlinie bei 13.840 Zählern und zum anderen bei 13.882 Punkten das 38,2%-Fibonacci-Level. Erst wenn beide Widerstände bezwungen sind, wäre der Weg in Richtung der psychologischen Marke bei 14.000 Zählern frei.

 

DAX 40 auf Wochenbasis

Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

 


Christian Henke ist Senior Market Analyst beim Onlinebroker IG Europe GmbH für Deutschland und Österreich und seit mehr als 20 Jahren im Finanzsektor tätig. Er ist seit 2001 Mitglied in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD) und hat den Abschluss zum Certified Financial Technician (CFTe). Seine Schwerpunkte sind die Konstruktion von Handelssystem und die Point & Figure-Charts.




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