Die Tür bleibt für den Dax (vorerst) zu!

Die psychologisch wichtigen 12.000 Punkte sind offenkundig ein (zu) dickes Brett, das der Dax bereits seit einigen Handelstagen versucht zu durchbohren. Bislang gelingt es ihm ganz einfach nicht, diesen Widerstand aus dem Weg zu räumen. Die Frage ist jetzt natürlich die: Wie lange kann der Index den Druck auf der Oberseite aufrechterhalten? Oder anders ausgedrückt: Wie lange reicht die Kraft der "Bullen"?

An der Marke von 12.000 Punkten wird es sich nun wohl entscheiden, ob der Dax aus der Aufwärtsbewegung der letzten Wochen heraus eine Frühlingsrally initiieren kann oder ob ihm vorab die Kräfte ausgehen werden. Unter dem saisonalen Aspekt stehen die Chancen für eine Fortsetzung der Bewegung über die 12.000er Marke hinweg allerdings vergleichsweise gut, ist doch der April ein starker Börsenmonat.

Derzeit gibt es einige Themen, die eine überaus spannende Gemengelage für den Dax kreieren. Zuletzt standen hier u.a. die Notenbanken im Fokus. Die gestrige (10.04.) Leitzinsentscheidung der EZB sowie die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls in den USA brachten allerdings keine neuen Erkenntnisse und blieben ohne nennenswerte Auswirkung auf die Aktienmärkte. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise brachten diesbezüglich auch keine weiteren Impulse.

In Bezug auf den Dax kommen wir natürlich nicht umhin, das Thema Brexit zu bemühen. Die Aktienmärkte reagieren aber zunehmend gelangweilt auf das politische Theater, was sich bereits in der letzten Zeit zwischen der EU und Großbritannien abspielte und den Finanzmärkten nun wohl noch bis Ende Oktober 2019 erhalten bleiben dürfte.

Mit dem April startet(e) ein neues Quartal. Das heißt dann auch zwangsläufig für die Unternehmen, Farbe zu bekennen. Die Quartalsberichtssaison in den USA nimmt bereits in diesen Tagen Fahrt auf. Frische Akzente werden ab morgen (Freitag, 12.04.) dann die ersten Zahlen großer US-Banken setzen.

Schauen wir uns die charttechnische Verfassung des Dax an. Der Index macht weiterhin einen sehr stabilen und robusten Eindruck. Der intakte Aufwärtstrendkanal dokumentiert dieses. Noch hatte es auch keine negativen Auswirkungen gehabt, dass es dem Index trotz mehrerer Versuche nicht gelang, die 12.000 Punkte signifikant zu überschreiten. Dennoch sind die Risiken auf der Unterseite keineswegs gebannt. Ein erster Wermutstropfen wäre ein Rücksetzer unter das letzte Verlaufshoch bei 11.820 Punkten. Weitere wichtige Unterstützungen verlaufen bei 11.650 Punkten und 11.500 Punkten. Auf der Oberseite würde ein Ausbruch über die 12.000er Marke dem Index weitere Luft verschaffen. Mögliche Bewegungsziele sehen wir für diesen Fall bei 12.150 Punkten und 12.500 Punkten.

 (DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

 


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