FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach immer höheren Verlusten seit Jahresbeginn dürfte der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte einmal mehr eine Stabilisierung versuchen. Die Erwartung einer ausgeprägten konjunkturellen Schwäche hatte den Leitindex Dax am Vortag knapp drei Prozent ins Minus gedrückt, auf den niedrigsten Stand seit November 2020. Der Broker IG taxierte den Leitindex am Mittwoch zwei Stunden vor Handelsbeginn mit 12 570 Punkten rund 1,4 Prozent über seinem Vortagesschluss. Unterstützung erhalten die Kurse vor allem von der US-Technologiebörse Nasdaq. Dort hatten sich die Investoren am Dienstag wieder vorgewagt, der Index Nasdaq 100 hatte sich nach dem Börsenschluss am deutschen Markt erholt.

Mehr als ein Fünftel haben die 40 Dax-Konzerne allerdings in Summe seit Jahresbeginn an Börsenwert eingebüßt. In den vergangenen Wochen waren auf Erholungsversuche immer wieder teils hohe Verluste gefolgt. "Inflation, Rezessionsängste, Gas-Problematik: Auch mit Beginn des zweiten Halbjahres kommen die Märkte nicht in Schwung und verlieren deutlich", resümierten die Börsenexperten von Index Radar. Die runde Dax-Marke von 12 000 Zählern könne "noch diese Woche fallen"./bek/mis