FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Situation an den Aktienmärkten bleibt angesichts des Ukraine-Kriegs und des hohen Inflationsdrucks angespannt. Entsprechend dürften die Anleger am Freitag zunächst weiter zögerlich an deutsche Aktien herangehen: Der Broker IG taxierte den Dax knapp zwei Stunden vor dem Start auf 13 442 Punkte und damit praktisch unverändert zum Vortagsniveau.

Durch den vorübergehenden Kurssprung am Mittwoch hat der Leitindex in dieser Woche zwar bislang 2,7 Prozent zugelegt, im Jahresverlauf steht er aber mit mehr als 15 Prozent im Minus. Laut Thomas Altmann von QC Partners steht nun statt des erhofften Tests der 14 000 Punkte eher wieder der nächste Test der 13 000er Marke an. "Hoffnungen auf schnellen Frieden in der Ukraine haben sich bisher nicht erfüllt", sagte der Marktbeobachter am Morgen. Das Treffen der Außenminister Russlands und der Ukraine in der Türkei hatte keine wesentlichen Fortschritte gebracht.

"Trotz mehrerer Signale, die für einen 'Buy the Dip'-Ansatz bei Aktien sprechen, sind wir weiterhin der Meinung, dass die kurzfristigen Risiken eher nach unten gerichtet sind", schrieb Analyst Jonathan Stubbs von der Berenberg Bank in einer Strategiestudie. Schwache Tage böten sich demnach nicht unbedingt an, um den Aktienbestand aufzustocken. Auch die Aussicht auf steigende Zinsen wegen der hohen Inflation hält die Aktienkurse derzeit im Zaum./tih/jha/