Nach einer relativ soliden Eröffnung in den Handelstag baut der deutsche Leitindex immer stärker ab. An der Börse müssen die Anleger zum Start der zweiten Jahreshälfte wieder mit schmerzhaften Verlusten klarkommen. Der DAX sackt zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Anfang März ab. Schwache Konjunkturdaten vermiesen den Anlegern die Laune.

Dax fällt auf Märztiefstand!

Es scheint nur eine Frage von Minuten, bis der DAX wohl die bisherigen Jahrestiefs im Bereich von 12.439 einem erneuten Test unterziehen wird.

Abgesehen von kurzen Erholungen dominieren weiterhin die Bären das Geschehen an der Börse. Im DAX fallen Volkswagen, Mercedes-Benz, Porsche und Covestro auf den tiefsten Stand seit 52 Wochen und lösen damit ein starkes Verkaufssignal aus. Ebenfalls auf einem 12-Monats-Tief: Deutsche Bank, HeidelbergCement, HelloFresh, Infineon und Vonovia.

Auch in der zweiten und dritten Reihe gibt es starke Verluste. Fielmann setzt seine Talfahrt vom Montag fort und verliert sechs Prozent auf 38,50 Euro.

Vor allem die Angst vor einem Energienotstand sorgt weiter für Unsicherheit bei den Anlegern

Der DAX

Aktuell notiert der DAX bei 12.454 Punkten, rund 2,5% unter dem Schlusskurs vom Montag.

DAX

Eine nachhaltige Erholung will sich einfach nicht einstellen. Die heute begonnene Gegenoffensive ist nach kurzer Zeit kläglich gescheitert. Nun befindet sich der DAX erneut in Richtung des März-Tiefs bei 12.432 Punkten. Darunter könnte sich die Talfahrt beschleunigen.

Euro gerät unter Druck

Auch der Euro gerät immer mehr unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren. Ein Euro kostete am Mittag nur noch 1,0299 US-Dollar (-1,2 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9710 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 112,40 US-Dollar. Das waren 1,13 Dollar oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Im Gegensatz dazu ging es für den Gaspreis noch stärker nach oben als am Morgen. Am Mittag stieg er um mehr als fünf Prozent auf rund 172 Euro pro Megawattstunde. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 24 bis 27 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

/PG