FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Suche nach Anlagemöglichkeiten im Zinstief hat der Dekabank im vergangenen Jahr lange gute Geschäfte beschert. Von Januar bis einschließlich September 2019 sammelte das Wertpapierhaus der Sparkassen gut 11 Milliarden Euro frische Gelder für Fonds und Zertifikate bei Privatanlegern sowie institutionellen Kunden wie Versicherungen und Pensionskassen ein. Somit sah es gut aus, dass beim Absatz die Nettovertriebsleistung des Vorjahres von rund 11,8 Milliarden Euro übertroffen wird.

Am Dienstag (11.30 Uhr) berichtet das Frankfurter Institut in einer Telefonkonferenz über die Jahreszahlen und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2020, das in den vergangenen Wochen im Zuge der Corona-Pandemie einen heftigen Börsen-Crash mit sich brachte.

Im Gesamtjahr 2018 hatte das Institut, das zu 100 Prozent den Sparkassen gehört, eine leichte Gewinnsteigerung verbucht: Das wirtschaftliche Ergebnis lag bei knapp 452 Millionen Euro.

Bei einem anderem Großprojekt in der Sparkassen-Finanzgruppe hat der seit Januar 2020 amtierende Deka-Chef Georg Stocker vorerst Aufschub: Die Schaffung eines Zentralinstituts liegt auf Eis. Nach dem Willen der Sparkassen sollten in einem ersten Schritt Dekabank und die ebenfalls in Frankfurt angesiedelte Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ein mögliches Zusammengehen ausloten. Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis will das Projekt wieder aufnehmen, "sobald Corona besiegt ist"./ben/DP/stw