Northland Capital Markets schwärmt für die Aktien von Advanced Micro Devices. Selbst eine Rezession könne der Chip-Aktie nichts anhaben, so ein Analyst.

Northland-Analyst Gus Richard stufte die Aktie von Advanced Micro Devices von "Market Perform" auf "Outperform". Zeitgleich senkte er jedoch das Kursziel von 97 auf 95 US-Dollar.

"Wir glauben, dass die Welt auf eine globale Rezession zusteuert, und dass die Schätzungen der Halbleiterunternehmen im Allgemeinen zu hoch sind. Wir haben unsere AMD-Zahlen bereinigt und unsere Schätzungen für das Jahr 2023 gesenkt, um eine globale wirtschaftliche Verlangsamung zu erfassen", zitiert Barron’s Richard.

AMD-Aktien bieten laut Northland Capital Markets jetzt dennoch eine gute Kaufgelegenheit, selbst wenn die Wirtschaft in eine Rezession fällt. Zudem gab der Konkurrent Intel bekannt, dass die Produktion seines Server-Prozessors der nächsten Generation später als geplant startet. Das könnte AMD in die Karten spielen.

Im Verlauf des ersten Halbjahres verlor AMD aufgrund eines schwächelnden PC-Marktes und einer sich verlangsamenden Weltwirtschaf ungefähr die Hälfte des Börsenwerts. Zum Vergleich: Damit büßte die Halbleiter-Aktie sogar mehr ein als der branchenabbildende iShares Semiconductor ETF, der auf ein Minus von knapp 37 Prozent kommt. Die AMD-Aktie liegt nun bei circa 76,50 US-Dollar. Sie werde nur noch mit dem 16-fachen des von ihm für 2023 erwarteten Gewinns pro Aktie gehandelt, zu Beginn des Jahres noch mit dem 32-fachen, so Richard. "Wir glauben, dass der makroökonomische Gegenwind jetzt in unseren Schätzungen und im Aktienkurs enthalten ist", schrieb er.

Im Chip-Sektor umgesehen haben sich auch die Analysten der Bank of America. Sie sagen der Branche schwierige Zeiten voraus und stuften vier Aktien herab.

Autor: Nicolas Ebert, wallstreet:online Zentralredaktion


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