FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse von Bundesanleihen sind auch am Freitag gestiegen. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> legte bis zum Mittag um 0,17 Prozent auf 171,90 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger Anleihen fiel auf minus 0,269 Prozent. Mit minus 0,273 Prozent erreichte sie zeitweise ein neues Rekordtief.

Gestützt wurden die Anleihen durch Kursverluste an den Aktienmärkten. Nach Einschätzung von Experten des Bankhauses Metzler sind Zinsphantasien und geopolitische Risiken die derzeit bestimmenden Faktoren an den Finanzmärkten. Während die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA die Renditen am Anleihemarkt bereits seit geraumer Zeit belastet, hatte am Donnerstag ein mutmaßlicher Angriff auf Tankschiffe im Golf von Oman die geopolitischen Risiken verstärkt.

Deutlich gefallen sind die Renditen italienischer Staatsanleihen. Die Tageszeitung "Il Sole 24 Ore" berichtet, dass Finanzminister Giovanni Tria Ausgabenkürzungen in den Jahren 2019 bis 2020 in Höhe von 8 bis 20 Milliarden Euro plant. Dies könnte zu einer Entschärfung des Haushaltsstreit mit der EU beitragen. Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen fiel um 0,04 Prozentpunkte auf 2,31 Prozent.

Im weiteren Handelsverlauf dürften US-Konjunkturdaten stärker in den Fokus der Anleger rücken. "Für die US-Notenbank Fed werden die heutigen Einzelhandelsumsätze sowie die Industrieproduktion mit entscheidend sein, ob sie schon bald die Leitzinsen senkt und damit die vorherrschenden Markterwartungen erfüllt", so die Metzler-Experten./jsl/jkr/jha/