FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch merklich gesunken. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,30 Prozent auf 177,45 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf minus 0,53 Prozent. In fast allen Ländern der Eurozone legten die Renditen zu.

Die insgesamt freundliche Stimmung an den Finanzmärkten belastete die Anleihen. So verwiesen Händler auf überwiegend gute Unternehmensdaten. In der Eurozone ist zudem der Umsatz im Einzelhandel wieder auf das Niveau von vor der Corona-Krise gestiegen. Die Umsätze seien im Juni um 5,7 Prozent zum Vormonat geklettert. Im Mai hatten sie um 20,3 Prozent zugelegt. Dies bedeutet laut Eurostat, dass das Einzelhandelsvolumen in der Eurozone wieder auf das Niveau vom Februar, also vor Beginn der Eindämmungsmaßnahmen, zurückgekehrt ist.

An den Finanzmärkten schauen die Anleger zudem auf die Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket in den Vereinigten Staaten. Nachdem Finanzminister Steven Mnuchin zuletzt gesagt hatte, dass bis Ende der Woche eine Einigung angestrebt werde, legt der Markt weiter Hoffnung in eine baldige Lösung. Demokraten und Republikaner haben sich bisher nicht auf weitere Maßnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einigen können.

In den USA stehen am Nachmittag Daten zur Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft im Fokus. Die Kennzahlen werden vom Arbeitsmarktdienstleister ADP veröffentlicht und dienen den Finanzmärkten als Hinweis auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag veröffentlicht wird./jsl/jkr/stk