FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag merklich unter Druck geraten. Bis zum Mittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,40 Prozent auf 153,25 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 0,99 Prozent. Sie hat sich zuletzt von ihrem Achtjahreshoch von 1,19 Prozent entfernt, das vor etwa einer Woche markiert wurde.

Daten zu den deutschen Großhandelspreisen zeigten, dass der Preisdruck in Deutschland hoch bleibt. So sind die Preise im deutschen Großhandel erneut mit Rekordtempo gestiegen. Die Großhandelspreise wirken sich auch auf das allgemeine Preisniveau aus.

Zudem hat die EU-Kommission in ihrer Frühjahrsprognose ihre Inflationserwartungen für 2022 fast verdoppelt auf 6,1 Prozent. Gleichzeitig verringerte sie ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum deutlich. Schon in ihrer Winterprognose im Februar hatte die Brüsseler Behörde die Vorhersagen unter anderem wegen der hohen Energiepreise und der Omikron-Welle der Corona-Pandemie angepasst. Der Krieg in der Ukraine und vor allem die weiter hohen Preise für Energie und andere Rohstoffe üben weiter Druck aus./jsl/bgf/jha