FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Dienstag deutlich nachgegeben. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel bis zum Nachmittag um 0,64 Prozent auf 155,69 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 0,97 Prozent.

Die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten hat die Festverzinslichen belastet. Die erneut merklich gesunkenen Ölpreise dämpften zudem ein wenig die Inflationssorgen. Schließlich haben die Verhandlungen zwischen dem Iran, der EU und den USA über ein neues Atomabkommen offenbar weitere Fortschritte gemacht. Eine Aufhebung der Sanktionen gegen das Ölförderland Iran könnte die Ölpreise nachhaltig drücken.

Am Montag hatten weltweit steigende Rezessionssorgen noch für eine hohe Nachfrage nach als sicher geltenden Staatsanleihen gesorgt. Ausgelöst wurden die Befürchtungen durch schwache Konjunkturdaten aus China und den USA.

Am Dienstag enttäuschten Wirtschaftsnachrichten aus Deutschland. Die Konjunkturerwartungen hiesiger Finanzexperten haben sich im August vor allem wegen der hohen Inflation erneut verschlechtert. Analysten hatten bei der Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hingegen mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die Daten stützten die Anleihen jedoch nicht./jsl/he