FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch anfängliche Verluste bis zum Mittag mehr als ausgeglichen. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> stieg zuletzt um 0,14 Prozent auf 174,71 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel auf minus 0,42 Prozent. Auch an anderen europäischen Anleihemärkten gingen die Renditen zurück.

Marktteilnehmer erklärten die Entwicklung mit einer Gegenbewegung zu den am Vortag verzeichneten Verlusten. Nach wie vor sind als sicher empfundene Anlagen begehrt. Als Hauptgrund gilt die von China ausgehende Coronavirus-Krise, die die chinesische Wirtschaft in Teilen lahmlegt. Die wirtschaftlichen Folgen dürften aufgrund der hohen Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft auch viele anderen Länder treffen.

Entscheidende Wirtschaftsdaten wurden am Vormittag nicht veröffentlicht. Aus den USA werden am Nachmittag Preisdaten und Zahlen vom Immobilienmarkt erwartet. Außerdem treten einige Notenbanker mit Reden in Erscheinung. Am Abend veröffentlicht die US-Zentralbank das Protokoll ihrer jüngsten Zinssitzung. Die Mitschrift wird auf Hinweise zum geldpolitischen Kurs abgeklopft./bgf/jkr/fba