FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Montag deutlich unter Druck geraten. Bis zum Mittag fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,73 Prozent auf 149,55 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 1,30 Prozent. Das Achtjahreshoch von Mitte Juni bei 1,92 Prozent liegt dennoch weit entfernt.

Am Markt wurden die Kursverluste mit einer Gegenbewegung auf die deutlichen Gewinne in der vergangenen Woche begründet. Zuletzt sind die Renditen an den Kapitalmärkten spürbar gefallen, nachdem sie zuvor stark angestiegen waren. Ausschlaggebend für die Bewegungen sind die Inflations- und Zinserwartungen. Während beide im Zuge hoher Inflationsraten zunächst deutlich gestiegen waren, sind sie zuletzt wegen steigender Rezessionssorgen wieder gefallen.

Unterdessen zeichnet sich ein eher ruhiger Wochenstart ab. In den USA herrscht an den Finanzmärkten wegen des Nationalfeiertags "Independence Day" überwiegend Ruhe. In der Eurozone sind die Sentix-Konjunkturerwartungen im Juli deutlich gefallen, während sich in der Eurozone der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Mai auf hohem Niveau leicht abgeschwächt hat./bgf/jsl/mis