FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben sich zu Wochenbeginn im Kurs nur wenig bewegt. Am Montagabend lag der richtungweisende Euro-Bund-Future geringfügig tiefer als am Freitag bei 176,64 Punkten. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten etwas höher mit minus 0,47 Prozent. In der Eurozone fiel der Anleihehandel insgesamt eher richtungslos aus.

Belastet wurden sichere Anlagen wie Bundeswertpapiere durch die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten. Dort sorgten am Nachmittag Daten vom US-Immobilienmarkt für Auftrieb. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe, ein Frühindikator für den Häusermarkt in den USA, sind im Mai in Rekordgeschwindigkeit gestiegen. Allerdings waren sie in der Corona-Krise auch massiv eingebrochen.

Viele Anleger sind derzeit hin- und hergerissen zwischen einerseits solideren Konjunkturdaten und andererseits steigenden Corona-Infektionen in großen Volkswirtschaften. Im Mittelpunkt stehen die USA, wo die Infektionen insbesondere im Süden und Westen des Landes stark ansteigen. Einige Staaten mussten deshalb Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder zurücknehmen.

Wirtschaftszahlen aus der Eurozone deuteten einmal mehr auf eine konjunkturelle Erholung nach dem Corona-Einbruch hin. Das ESI-Stimmungsbarometer der EU-Kommission hellte sich im Juni mit Rekordtempo auf. Dennoch hat die Wirtschaftsstimmung damit erst rund 30 Prozent ihres Einbruchs in der Corona-Krise wettgemacht. Realwirtschaftliche Daten, die die Stimmungsaufhellung bestätigen würden, stehen noch aus./bgf/jha/