FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Montag in einem eher richtungslosen Handel bis zum Mittag leicht nachgegeben. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel um 0,04 Prozent auf 170,66 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen betrug minus 0,25 Prozent.

Nach einer schwachen Eröffnung konnten die Bundeswertpapiere den Großteil ihrer Verluste rasch aufholen. Starke Kursausschläge gab es nicht. Das Ifo-Geschäftsklima besserte sich im April, allerdings nur leicht. Analysten verwiesen auf anhaltende Unsicherheiten über den Fortgang der Corona-Pandemie. Entsprechend vorsichtig bleiben die Unternehmen.

Am Nachmittag richten sich die Blicke auf Konjunkturdaten aus den USA. Es stehen Auftragsdaten aus der Industrie auf dem Programm. In der Eurozone wird das Geschäftsklima aus Belgien erwartet, das unter Ökonomen Prognosekraft für die gesamte Eurozone hat. Grund ist die örtliche und wirtschaftliche Nähe Belgiens zu den beiden größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich.

Im Laufe der Woche rückt zunehmend die US-Geldpolitik in den Mittelpunkt. Am Mittwoch gibt die Notenbank Federal Reserve ihre Zinsentscheidung bekannt. Die meisten Analysten rechnen damit, dass die Fed ihre Botschaft einer absehbar lockeren geldpolitischen Linie bekräftigen wird. Seit dem schweren Einbruch in der Corona-Krise misst die Notenbank dem nach wie vor angeschlagenen Arbeitsmarkt eine noch höhere Bedeutung bei./bgf/jsl/mis