FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Montag unter Druck geraten. Im Gegenzug stiegen ihre Renditen an. Am Markt wurde auf die gute Stimmung an den Aktienmärkten verwiesen. Auch in anderen europäischen Ländern standen als sicher empfundene Anlagen unter Druck.

Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel bis zum Mittag um 0,20 Prozent auf 170,93 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf minus 0,35 Prozent. Mit am deutlichsten erhöhten sich die Renditen in Europa in Großbritannien.

Händler erklärten die geringere Nachfrage nach sicheren Wertpapieren mit Optimismus, dass die Brexit-Vereinbarung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union bald im britischen Parlament verabschiedet werde. Am Wochenende wurde eine Entscheidung darüber verschoben. Am Montag war jedoch von Spekulationen die Rede, wonach die britische Regierung mittlerweile über eine Mehrheit verfüge, um die Brexit-Vereinbarung durch das Parlament zu bekommen.

Etwas zuversichtlicher zeigten sich die Anleger zu Wochenbeginn auch mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China. Chinas Chefunterhändler Liu He hatte am Wochenende von "substantiellen Fortschritten" gesprochen. Zurzeit arbeiten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt an einem vorläufigen Handelsabkommen./bgf/jkr/fba