FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Mittwoch im Mittagshandel unter Druck geraten. Auch andere Staatsanleihen im Euroraum gaben im Kurs nach, allerdings nicht so deutlich und ruckartig wie Bundeswertpapiere. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel gegen Mittag um 0,30 Prozent auf 175,64 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf minus 0,42 Prozent.

Ein Grund für den abrupten Kursverlust war zunächst nicht ersichtlich. Zumal die Kursverluste zeitgleich mit Verlusten am Aktienmarkt auftraten. Am Markt wurde spekuliert, dass die Bewegung aus den USA kam, wo der Handel in der europäischen Mittagszeit langsam Fahrt aufnimmt.

Konjunkturdaten aus der Eurozone zeichneten abermals das Bild einer wirtschaftlichen Erholung nach dem Corona-Schock. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts Markit für die Industrie stieg weiter an. Das Ifo-Institut rechnet für Deutschland mit einer kräftigen konjunkturellen Erholung im zweiten Halbjahr, die aber nicht ausreicht, um den Einbruch im ersten Halbjahr wettzumachen.

Am Nachmittag blicken Analysten wie Anleger auf US-Konjunkturdaten. Der Dienstleister ADP veröffentlicht seine Arbeitsmarktdaten aus der Privatwirtschaft. Außerdem gibt das Institut ISM die Ergebnisse seiner Unternehmensumfrage für die Industrie bekannt. Der daraus abgeleitete Einkaufsmanagerindex gilt als eine der wichtigsten Konjunkturdaten der USA./bgf/jkr/jha/