FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Freitag im Kurs gestiegen. Der für den Anleihemarkt richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg am Mittag um 0,30 Prozent auf 161,58 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen betrug 0,35 Prozent. Sie bewegte sich damit etwas unterhalb ihres unlängst erreichten Höchststands seit Ende 2018 von 0,4 Prozent.

Der Krieg in der Ukraine bleibt das bestimmende Thema an den Finanzmärkten. Zuletzt sind die Marktteilnehmer wieder vorsichtiger geworden, nachdem sich Hoffnungen auf eine Annäherung der Kriegsparteien nicht bewahrheitet haben. Am Freitag will US-Präsident Joe Biden mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping telefonieren. China ist der wichtigste Verbündete Russlands, lässt aber bei dem Angriff auf die Ukraine eine gewisse Distanz erkennen.

Unterdessen hat der russische Staat die Gefahr eines Zahlungsausfalls offenbar vorerst abwenden können. Zinszahlungen auf in US-Dollar begebene Anleihen seien geflossen, erklärte das russische Finanzministerium. Die Zahlung war aufgrund der scharfen Finanzsanktionen vieler Länder fraglich gewesen. Die russische Notenbank bestätigte derweil ihre Geldpolitik. Sie hatte Ende Februar ihren Leitzins drastisch angehoben, um dem taumelnden Rubel und der hohen Inflation Einhalt zu gebieten.

An Konjunkturdaten stehen zum Wochenausklang vorrangig Zahlen aus der zweiten Reihe mit geringerer Marktrelevanz an. Wirtschaftsdaten spielen aufgrund des Kriegs in der Ukraine derzeit ohnehin eine geringere Rolle als üblich./bgf/jkr/stk