FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Dienstag im frühen Handel nur wenig bewegt. Der für den deutschen Markt richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel am Morgen geringfügig um 0,02 Prozent auf 176,00 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei minus 0,43 Prozent. Auch in den übrigen Ländern der Eurozone zeigte sich vergleichsweise wenig Bewegung.

Damit haben die Bundesanleihen die deutlichen Kursverluste vom Wochenauftakt vorerst nicht weiter fortgesetzt. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurden die Festverzinslichen durch eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten gestützt, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und China zuletzt verstärkt hatten.

Die US-Regierung hatte chinesische Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer formell zurückgewiesen. Außerdem spitzte sich die Entwicklung der Corona-Krise in den USA zu. Wegen rasch ansteigender Neuinfektionen wurden im wichtigen Bundesstaat Kalifornien viele Lockerungen der Corona-Auflagen rückgängig gemacht.

Ein Anstieg der Inflation in Deutschland auf 0,9 Prozent im Juni konnte die Kurse am deutschen Rentenmarkt im frühen Handel kaum bewegen. Das Statistische Bundesamt bestätigte lediglich eine erste Schätzung.

Im weiteren Handelsverlauf ist wieder mit stärkeren Impulse am deutschen Rentenmarkt zu rechnen. Auf dem Programm stehen einige wichtige Konjunkturdaten. Unter anderem werden Kennzahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone, zur Konjunkturerwartung in Deutschland und zur Preisentwicklung in den USA veröffentlicht./jkr/jha/