FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Freitag gestützt durch eine Reihe schwacher Konjunkturdaten zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am frühen Abend um 0,15 Prozent auf 172,06 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel auf minus 0,45 Prozent.

Der US-Arbeitsmarkt ist im März belastet durch die Corona-Krise eingebrochen. Die Beschäftigung ging massiv zurück, die Arbeitslosenquote schnellte in die Höhe. Zugleich dürfte dem Jobmarkt das Schlimmste erst noch bevorstehen. Denn die Erhebung war bereits Mitte März abgeschlossen - bevor sich Millionen Amerikaner arbeitslos gemeldet haben. Insgesamt fielen 701 000 Arbeitsplätze weg. Es ist der erste Arbeitsplatzabbau seit 2010 und der stärkste Rückgang seit 2009, als die US-Wirtschaft unter den Folgen der globalen Finanzkrise litt.

Stimmungsindikatoren aus der Eurozone bestätigten den dramatischen Konjunktureinbruch. Die Einkaufsmanagerindizes des Instituts IHS Markit sackten auf breiter Front massiv ab. Besonders drastisch war der Einbruch im Dienstleistungssektor sowie in den Ländern Italien und Spanien, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind.

Deutlich unter Druck geraten sind die Anleihen aus südeuropäischen Ländern. Besonders deutlich fielen die Kurse in Italien und Griechenland./jsl/he