FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag gefallen. Bis zum Mittag sank der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,16 Prozent auf 172,06 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf minus 0,32 Prozent. Sie bewegt sich damit aber immer noch in der Nähe des niedrigsten Niveaus seit etwa zwei Monaten.

Am Anleihemarkt setzte nach den jüngsten Kursgewinnen eine leichte Gegenbewegung ein. Zinsdruck kam zuletzt von der Geldpolitik und der Corona-Pandemie. Dass die Geldpolitik im Euroraum auf absehbare Zeit sehr locker bleibt, hat unlängst erst wieder die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) klargestellt.

Zusammen mit der angespannten Corona-Lage sorgt dies für eine rege Nachfrage nach als sicher betrachteten Wertpapieren wie Bundesanleihen. In der vierten Welle der Pandemie wurde in Deutschland zuletzt eine Reihe von Maßnahmen verschärft. Einige Politiker schließen auch einen flächendeckenden Lockdown wie in Österreich nicht aus. Dies würde insbesondere den Dienstleistungssektor belasten.

Zum Wochenstart stehen nur wenige Wirtschaftsdaten auf dem Programm. Aus der Eurozone werden am Nachmittag Zahlen zur Verbraucherstimmung erwartet, in den USA werden Daten vom Immobilienmarkt veröffentlicht. Aus den Notenbanken äußern sich einige hochrangige Vertreter, unter anderem EZB-Vizechef Luis de Guindos./jsl/bgf/mis