FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Donnerstag vor geldpolitischen Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB) leicht gestiegen. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg gegen Mittag um 0,11 Prozent auf 176,25 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel leicht auf minus 0,44 Prozent.

Unterstützung erhielten als sicher bewertete Staatspapiere wie Bundesanleihen durch etwas gestiegene Vorsichtig der Anleger an den Finanzmärkten. Wachstumsdaten aus China für das zweite Quartal fielen zwar besser aus als erwartet. Im Detail gab es jedoch einige Enttäuschungen. Analysten verwiesen auf schwache Einzelhandelsdaten für Juni. Der Binnenkonsum gilt als ein entscheidender Faktor für das Erholungstempo der chinesischen Konjunktur.

Am Nachmittag blicken die Anleger auf die geldpolitischen Beschlüsse der EZB, die sie nach ihrer Zinssitzung bekanntgibt. Analysten gehen davon aus, dass die Notenbank ihre Corona-Krisenpolitik aus Nullzins, Wertpapierkäufen und Langfristkrediten im Wesentlichen bestätigt. Als denkbar gelten allenfalls Änderungen im Detail wie größere Freibeträge vom negativen Einlagensatz. Dies würde einer Erleichterungen für die unter der Null- und Negativzinspolitik leidenden Banken gleichkommen./bgf/jkr/mis