FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Freitag im Kurs weiter zugelegt. Am Mittag stieg der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,14 Prozent auf 170,44 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel im Gegenzug auf minus 0,25 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit September.

Am Vortag hatten viele Staatsanleihen erhebliche Kursgewinne erzielt. Auslöser war die Entscheidung der Bank of England, ihren Leitzins entgegen den Erwartungen zahlreicher Marktteilnehmer nicht anzuheben. Die Renditen gerieten daraufhin nicht nur in Großbritannien kräftig unter Druck. Analysten kritisierten die Kommunikationspolitik der Notenbank, da sie im Vorfeld selbst Erwartungen auf steigende Leitzinsen geweckt hatte.

Schwache Daten aus der deutschen Industrie sorgten am Freitag für zusätzliche Kursgewinne. Im September setzte sich die Schwächephase der Industrie fort. Die Gesamtproduktion fiel, während Analysten eine Erholung erwartet hatten. Seit Monaten leiden die Unternehmen unter erheblichem Materialmangel.

Spannend wird es am Nachmittag. Auf dem Programm steht der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Die Jobdaten werden an den Finanzmärkten stark beachtet, da die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik von der Stellenentwicklung anhängig macht./bgf/jkr/jha/