FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen waren am Freitag vor mit Spannung erwarteten Konjunkturdaten aus den USA gefragt. Am Markt wurde auf die angespannte Stimmung an den Börsen verwiesen. Als sicher geltende Anlagen waren daher gesucht.

Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,12 Prozent auf 172,00 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel auf minus 0,44 Prozent. In Europa gab es Zuwächse, jedoch unterschiedlich stark. Spanische und griechische Renditen konnten weit deutlicher zulegen als die Italiens.

Konjunkturdaten aus der Eurozone bestätigten den dramatischen Konjunktureinbruch infolge der drastischen Regierungsmaßnahme gegen das Coronavirus. Die Einkaufsmanagerindizes des Instituts IHS Markit brachen auf breiter Front massiv ein. Besonders drastisch war der Einbruch im Dienstleistungssektor sowie in den Ländern Italien und Spanien, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind.

Arbeitsmarktdaten aus den USA, die am Nachmittag erwartet werden, dürften ebenfalls schlecht ausfallen. Die Regierung gibt ihren Jobbericht für den Monat März bekannt. Allerdings erfasst dieser nur die Zeit bis etwa Mitte März. Die katastrophalen Arbeitsmarktdaten der letzten beiden März-Wochen, in denen etwa zehn Millionen Menschen arbeitslos geworden sind, werden erst im April-Bericht berücksichtigt./bgf/ssc/jha/