FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Montag mit Kursgewinnen in die neue Woche gegangen. Am Mittag notierte der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future bei 174,21 Punkten und damit 0,21 Prozent höher als am Freitag. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel auf minus 0,31 Prozent. Auch an anderen Rentenmärkten der Eurozone gingen die Renditen zurück.

Unterstützung erhielten als sicher empfundene Wertpapiere wie Bundesanleihen von der durchwachsenen Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Zinsdruck kam auch vom Rohölmarkt, wo die Notierungen um mehr als einen Dollar fielen. Da Erdöl, Benzin und Diesel großen Einfluss auf die Entwicklung der Verbraucherpreise haben, wirken sich Preisbewegungen am Ölmarkt oft auf die Kapitalmarktzinsen aus.

Nennenswerte Konjunkturdaten mit größerer Marktrelevanz stehen am Montag nicht auf dem Programm. Allerdings melden sich einige hochrangige Notenbanker zu Wort, darunter EZB-Vizepräsident Luis de Guindos.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wies in einem Interview auf die hohe Bedeutung der nächsten Zinssitzung in etwa eineinhalb Wochen hin. Es seien einige interessante Änderungen zu erwarten, sagte sie dem Sender Bloomberg TV. Die Notenbank hatte in der vergangenen Woche ihre Strategie angepasst und neben einem neuen Inflationsziel unter anderem beschlossen, ihre Kommunikation zu vereinfachen./bgf/jsl/jha/