FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Freitag bis zum Mittag leichte Verluste verzeichnet. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel um 0,11 Prozent auf 177,90 Punkte. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen stieg auf minus 0,64 Prozent. Sie entfernte sich damit etwas von ihrem jüngst erreichten Rekordtief von minus 0,72 Prozent.

Auch in vielen anderen europäischen Ländern erhöhten sich die Renditen. Eine Ausnahme war Italien, wo die Renditen in etwa stagnierten. Am Markt wurde auf die laufende Regierungsfindung verwiesen. Die Wahrscheinlichkeit von Neuwahlen scheint zuletzt gesunken zu sein, weil sich die Fünf-Sterne-Bewegung und die Sozialdemokraten PD aufeinander zu bewegt haben.

Ansonsten fiel der Vormittagshandel weitgehend impulslos aus. Am Nachmittag blicken die Märkte gespannt auf die amerikanische Geldpolitik. Auf der Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole wird sich der Vorsitzende der US-Zentralbank Fed äußern. Es wird erwartet, dass Jerome Powell Hinweise auf die künftige Geldpolitik gibt. Nachdem die Fed ihren Leitzins Ende Juli erstmals seit der großen Finanzkrise gesenkt hatte, sind die Erwartungen hoch. An den Märkten sind bis Jahresende zwei weitere Zinssenkungen eingepreist.

Vor Powells Auftritt wurden derartige Erwartungen jedoch gedämpft. Seit Donnerstag haben sich gleich mehrere hochrangige Fed-Vertreter gegen baldige Zinssenkungen ausgesprochen./bgf/jsl/jha/