FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Montag mit leichten Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Am Morgen fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,23 Prozent auf 150,30 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 1,22 Prozent. Das Achtjahreshoch von Mitte Juni bei 1,92 Prozent liegt derzeit weit entfernt.

In den vergangenen Wochen sind die Renditen an den Kapitalmärkten spürbar gefallen, nachdem sie zuvor stark angestiegen waren. Ausschlaggebend für die Bewegungen sind die Inflations- und Zinserwartungen. Während beide im Zuge hoher Inflationsraten zunächst deutlich gestiegen waren, sind sie zuletzt wegen steigender Rezessionssorgen wieder gefallen. Hintergrund sind Befürchtungen, die Notenbanken könnten mit ihrem Inflationskampf eine konjunkturelle Talfahrt auslösen.

Unterdessen zeichnet sich ein eher ruhiger Wochenstart ab. In den USA herrscht an den Finanzmärkten wegen des Nationalfeiertags "Independence Day" überwiegend Ruhe. In der Eurozone dürften die Anleger auf den Konjunkturindikator des Analysehauses Sentix achten, da er zu den ersten Wirtschaftsindikatoren des jeweiligen Monats gehört. Daneben äußern sich einige hochrangige Vertreter der Notenbanken./bgf/mis