FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Dienstag mit leichten Kursverlusten in den Handel gegangen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,04 Prozent auf 153,27 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg bis auf 0,97 Prozent und markierte damit den höchsten Stand seit Mitte 2015.

Zinsauftrieb kommt seit einiger Zeit aus den USA, wo von der Notenbank Fed in diesem Jahr zügige und deutliche Zinsanhebungen erwartet werden. In Washington beginnt am Dienstag die Zinssitzung der Fed. Zwecks Bekämpfung der hohen Inflation wird ein großer Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte erwartet. Ihre Beratungsergebnisse wird die Federal Reserve am Mittwochabend bekanntgeben.

An Konjunkturdaten dürften Anleger am Dienstag in der Eurozone vor allem Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und dem Währungsraum im Blick haben. In den USA werden Auftragsdaten aus der Industrie erwartet.

Spürbare Kursverluste verzeichneten am Morgen australische Staatsanleihen. Auslöser war eine Zinsanhebung der Notenbank Australiens, die deutlicher ausfiel als von Marktteilnehmern erwartet. Die Zentralbank begründete ihre erste Anhebung in der Corona-Pandemie mit der hohen Inflation und stellte weitere Zinsstraffungen in Aussicht./bgf/stk