FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Freitag mit Kursgewinnen in den Handel gegangen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,08 Prozent auf 152,67 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen fiel im Gegenzug auf 1,02 Prozent.

Unterdessen weiten sich die Rendite-Abstände im Euroraum weiter aus. Am Morgen stieg der Zinsaufschlag italienischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit auf gut zwei Prozentpunkte. Das ist der höchste Stand seit etwa zwei Jahren. Fachleute weisen schon seit einiger Zeit auf steigende Zinsabstände im Währungsraum hin und erklären das Phänomen mit dem schrittweisen Rückzug der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Anleihemarkt. Die EZB fährt derzeit ihre Wertpapierkäufe Zug um Zug zurück.

Zum Wochenausklang richten sich die Blicke auf den US-Arbeitsmarkt. Die Regierung veröffentlicht ihren monatlichen Jobbericht. Analysten erwarten eine anhaltend robuste Entwicklung mit steigender Beschäftigung und sinkender Arbeitslosigkeit. Zunehmend in den Fokus rückt die Lohnentwicklung, die bereits deutlich angezogen hat und droht, die sehr hohe Inflation weiter anzufachen. Die US-Zentralbank hat in dieser Woche ihren Kampf gegen die hohe Teuerung mit einer deutlichen Zinsanhebung verschärft./bgf/jha/