FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Freitag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Am Morgen stieg der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,13 Prozent auf 157,76 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug 0,82 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit April.

Am Vortag hatten Bundesanleihen deutlich zugelegt, nachdem Konjunkturdaten aus den USA schwach ausgefallen waren. Nach Regierungszahlen ist die US-Wirtschaft im Frühjahr in eine technische Rezession mit zwei Quartalen wirtschaftlicher Schrumpfung gefallen. Ökonomen verweisen jedoch darauf, dass dies nicht gleichzusetzen sei mit einer breiten und tiefen wirtschaftlichen Talfahrt. Von dieser sei momentan wenig zu spüren, insbesondere aufgrund des robusten Arbeitsmarkts.

Vor dem Wochenende steht in der Eurozone eine Flut an Konjunkturdaten auf dem Programm. Erwartet werden zahlreiche Wachstumszahlen zum zweiten Quartal und neue Inflationsdaten. In den USA wird unter anderem das von der US-Notenbank präferierte Inflationsmaß PCE veröffentlicht. Die Federal Reserve hatte in dieser Woche ihren Kampf gegen die hohe Inflation mit einer weiteren kräftigen Zinsanhebung fortgesetzt./bgf/jkr/jha/