FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Dienstag mit weiteren Kursverlusten in den Handel gegangen. Am Morgen fiel der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,08 Prozent auf 171,51 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf minus 0,28 Prozent.

Zinsauftrieb kommt schon seit einiger Zeit seitens der US-Geldpolitik. Am Montag nominierte US-Präsident Joe Biden den aktuellen Notenbank-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit. Dies wurde an den Märkten als Zeichen der Kontinuität aufgenommen. Powells Konkurrentin im Rennen um den Chefposten, die Fed-Direktorin Lael Brainard, soll seine Stellvertreterin werden. Im Vergleich zu Brainard gilt Powells geldpolitische Haltung als etwas straffer.

Darüber hinaus verdichten sich die Hinweise auf eine schnellere geldpolitische Straffung durch die US-Notenbank Fed. Mit Raphael Bostic hat bereits der dritte Zentralbanker innerhalb kurzer Zeit eine raschere Rückführung der immensen Fed-Wertpapierkäufe ins Spiel gebracht. Vor ihm hatte unter anderem der aktuelle Stellvertreter von Fed-Chef Powell, Richard Clarida, ähnliche Bemerkungen fallen lassen. Ein wichtiger Grund dafür dürfte die hohe Inflation deutlich über dem Fed-Ziel sein./bgf/eas