BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erneut zu Tarifverhandlungen aufgerufen und dazu ein Schlichtungsabkommen ins Spiel gebracht. "Es ist allerhöchste Zeit, dass die Lokführergewerkschaft mitten in der schwersten Krise Verantwortung übernimmt", teilte Personalvorstand Martin Seiler am Freitag mit. "Die Beschäftigten haben drängende Fragen zu Entgelt und Altersversorgung - auf diese müssen wir jetzt Antworten am Verhandlungstisch finden." Ein entsprechender Brief sei am Freitag an die Gewerkschaft verschickt worden.

In dem Schreiben biete die Bahn auch vorsorglich ein Schlichtungsabkommen an. Darin sollen die Bedingungen einer möglichen Schlichtung vereinbart werden, sollten künftige Tarifverhandlungen scheitern.

Die Tarifverträge der GDL sind seit Ende Februar ausgelaufen. Neuverhandlungen gab es bislang nicht. Die GDL macht den Verhandlungsbeginn unter anderem abhängig von Fragen rund um die Tarifeinheit. Sie konkurriert in den Bahn-Betrieben mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Die Forderungen der GDL belaufen sich unter anderem auf 4,8 Prozent mehr Geld sowie eine Einmalzahlung von 1300 Euro./maa/DP/jha