Die Deutsche Bank stellt aufgrund von möglichen Corona-bedingten Kreditausfällen eine Summe von 1,8 Milliarden Euro als Vorsorge zurück. Die Aktie notiert indes in Rot. Um 0,86 Prozent geht es derzeit für den Titel nach unten. 

Deutsche Bank Aktie

Gegenwärtig notiert das Papier der Deutschen Bank bei 9,55 Euro. Das größte Kreditinstitut Deutschlands belegte mit einem negativen Wert von 1,29% nur den 27. Platz des DAX, welcher ebenfalls einen Rückgang von 0,14 Prozent verzeichnet. Das aktuelle Handelsvolumen liegt bei 3.158.700 Deutsche Bank Aktien. Am vorherigen Tag wurden insgesamt 10.388.366 Wertpapiere gehandelt. 

Vergleicht man den Kurs mit dem 52-Wochen-Hoch so liegt der Titel mit  7,96 Prozent darunter. Das 52-Wochen-Tief betrug 4,45 Euro.

Milliardensumme als Kreditausfall-Vorsorge

Gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit äußerte sich jüngst Vorstandsmitglied und Finanzvorstand der Deutschen Bank James von Moltke folgendermaßen: „Die nun für das Gesamtjahr erwartete Risikovorsorge von ungefähr 1,8 Milliarden Euro liegt innerhalb der Bandbreite, die wir schon im April prognostiziert haben“. Das entspricht satten 1,1 Milliarden mehr als im Jahr 2019. Moltke erklärt: “Das sind wohlgemerkt Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle, keine Abschreibungen auf tatsächliche Ausfälle”. Im Vergleich zu anderen Banken sei das nicht viel. So würden manche US-amerikanischen Geldinstitute sogar zweistellige Milliardensummen zurückstellen. 

Anstieg der Firmenpleiten durch Corona

Obwohl laut Deutsche-Bank-CEO Deutschland „wirtschaftlich recht stabil“ sei und sein Institut nur wenige Konsumentenkredite vergeben hätte, welche “in so einer Situation als erste ausfallen” würden, scheint auch für Moltke eine hohe Risikovorsorge wichtig zu sein. Neben anderen ExpertInnen ist auch er der Meinung, dass in diesem Jahr einige Firmenpleiten anstehen werden: „Die Zahl der Insolvenzen wird zunehmen, das ist richtig“. Davon könne allein aufgrund der am Januar 2021 auslaufenden Sonderregelung vorhergesehen werden. Durch diese Regelung waren Firmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig wurden, zeitweise nicht verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen.