Flensburg (dpa) - Die Deutschen haben im vergangenen Jahr erstmals seit fünf Jahren wieder weniger neue Autos gekauft. Die Zahl der Neuzulassungen sank verglichen mit dem Vorjahr um 0,2 Prozent auf 3,44 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag in Flensburg mitteilte.

2017 war jedoch ein vergleichsweise starkes Auto-Jahr gewesen. Probleme machte im vergangenen Jahr ein neuer Abgasprüfstandard, für den die Hersteller nicht für alle Modelle rechtzeitig die Genehmigung hatten. Sie mussten zum Teil die Produktion drosseln.

Angesichts erster Diesel-Fahrverbote entschieden sich noch weniger Kunden für den Selbstzünder: Der Anteil sank von 38,8 Prozent im Vorjahr auf 32,3 Prozent. Benziner erreichten 62,4 Prozent (2017: 57,7 Prozent). Alternative Antriebe legten zu, bleiben aber ein Nischensegment: Jeder hundertste Neuwagen war ein Elektroauto, 3,8 Prozent waren Hybride mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor.

Auch Gebrauchtwagen waren im vergangenen Jahr weniger gefragt: 7,19 Millionen Besitzumschreibungen entsprachen einem Minus von 1,5 Prozent. Aufwärts ging es auf dem Motorrad-Markt: Gut 158.000 Maschinen wurden neu zugelassen, ein Zehntel mehr als im Vorjahr. Auch bei Lastwagen gab es ein Plus: Rund 322.000 neue Lkw kamen auf die Straßen, fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

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