BERLIN (dpa-AFX) - Das Russland-Geschäft deutscher Unternehmen bleibt schwierig. Es gebe nach wie vor "Störfaktoren", sagte der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms, am Dienstag in Berlin. Dazu zählten Wirtschaftssanktionen, die schwache Konjunktur sowie eine hohe Bürokratie und Einfuhrbeschränkungen in Russland.

Einer Umfrage zufolge blicken deutsche Firmen aber etwas optimistischer auf das kommende Jahr. Demnach rechnen 43 Prozent der befragten Firmen für 2020 mit einer positiven oder leicht positiven Wirtschaftsentwicklung, bei der vorherigen Umfrage waren es 41 Prozent. Nur noch 15 Prozent statt 23 Prozent erwarten eine Verschlechterung.

93 Prozent der Firmen sind für eine Aufhebung der Sanktionen. Harms sagte, wenn es Fortschritte im Ukraine-Friedensprozess geben sollte, sollte der Abbau der Sanktionen eingeleitet werden. Am 9. Dezember findet in Paris ein Ukraine-Gipfel in Paris zur Lösung des blutigen Konflikts im Donbass statt. Die EU hatte ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Juni wegen des anhaltenden Ukraine-Konflikts abermals verlängert.

Als Folge der Sanktionen seien chinesische Unternehmen in Russland stärker geworden, sagte der Chef der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer in Moskau, Matthias Schepp. Die Chinesen hätten "Lücken" besetzt, auch weil sie bei der Qualität besser geworden seien./hoe/DP/nas