FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Elektroindustrie kommt nach dem Corona-Krisenjahr 2020 zunehmend in Schwung. Bestellungen, Umsatz und Produktion stiegen im ersten Quartal 2021. Die Aufträge legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,6 Prozent zu, wie der Branchenverband ZVEI am Montag in Frankfurt mitteilte. Allein im März gab es ein Plus von gut 31 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat. Der Zuwachs sei nicht nur der anziehenden Konjunktur zu verdanken, "sondern stellt auch eine statistische Gegenbewegung auf den Rückgang im März des vergangenen Jahres dar, dem damals ersten Lockdown-Monat der Pandemie", erläuterte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Zugleich setzte die Branche mit zuletzt fast 872 000 Mitarbeitern mehr um und stellte mehr her. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion (real) stieg im ersten Quartal 2021 um 3,1 Prozent. Die Auslastung der Kapazitäten verbesserte sich. Allerdings bereitet Materialknappheit der Elektroindustrie zunehmend Sorgen. "So litten zuletzt nur noch 17 Prozent der Firmen unter Auftragsmangel, aber 63 Prozent unter Materialknappheit", berichtete Gontermann.

Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 47,9 Milliarden Euro um 3,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Nach den kräftigen Einbußen im Corona-Krisenjahr 2020 rechnete die Elektroindustrie in diesem Jahr zuletzt mit einem Wachstum der Produktion um fünf Prozent. Damit könnten vier Fünftel des Rückgangs aus dem vergangenen Jahr aufgeholt werden./mar/DP/jha