WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland ist der Umsatz im Einzelhandel Ende des vergangenen Jahres wegen verschärfter Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingebrochen. Im Monatsvergleich seien die Umsätze im Dezember real um 9,6 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Analysten wurden vom Ausmaß des Rückschlags überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 2,0 Prozent erwartet.

Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um real 1,5 Prozent. Allerdings zeigte sich in dieser Betrachtung eine deutliche Abschwächung der Umsatzentwicklung. Im November waren die Erlöse noch um 5,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen und im Oktober um 8,9 Prozent.

Im Dezember lag das Umsatzniveau um 2,6 Prozent niedriger als im Februar 2020, also dem Monat bevor die Regierungen mit harten Einschränkungen den Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgenommen hatten.

Die verschiedenen Branchen des Einzelhandels haben sich im Dezember sehr unterschiedlich entwickelt, je nachdem, ob und wie stark sie von Einschränkungen betroffen waren. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Dezember laut Bundesamt real 6,3 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) brach hingegen real um fast 40 Prozent ein./jkr/jha/