WIESBADEN (dpa-AFX) - Im Frühjahr ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland nur noch langsam gewachsen. Zwar lag sie im zweiten Quartal dieses Jahres mit rund 45,2 Millionen noch 1,0 Prozent über dem Vergleichswert aus dem Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Allerdings fiel die übliche Frühjahrsbelebung schwächer aus. Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum ersten Quartal 2019 machte 324 000 Personen oder 0,7 Prozent aus. In den fünf Vorjahren hatte dieser Wert im Schnitt um 423 000 Menschen zugelegt.

Nach Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit nimmt das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also die von allen Erwerbstätigen zusammen geleistete Arbeitszeit - nicht mehr zu. Wie Vor einem Jahr betrug es im zweiten Quartal 14,8 Milliarden Stunden. Da mehr Menschen daran beteiligt waren, sank der Wert der von jedem Einzelnen geleisteten Arbeitszeit um 1 Prozent auf durchschnittlich 328,3 Stunden im Quartal - das sind gut 25 Stunden in der Woche.

Die weitaus meisten Menschen sind in Deutschland abhängig beschäftigt. Von den 45,2 Millionen Erwerbstätigen traf das auf 41,05 Millionen zu - ein Rekord. Ihnen steht eine weiterhin sinkende Zahl von Selbstständigen einschließlich ihrer mithelfenden Familienangehörigen gegenüber: Sie zählten noch 4,17 Millionen Köpfe und damit 1,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor./ceb/DP/jha