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Devisen: Euro kaum verändert - Pfund gewinnt trotz Misstrauensantrag gegen May

10:24 Uhr 12.12.2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch leicht gestiegen. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1330 US- Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1379 Dollar festgesetzt. Das britische Pfund konnte trotz einer bevorstehenden Misstrauensabstimmung gegen die Premierministerin Theresa May zulegen.

Der Euro hat sich damit nach den Kursverlusten vom Vortag vorerst stabilisiert. Am Dienstag hatten Versprechungen des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron für Verunsicherung gesorgt und den Euro deutlich belastet. Mit Zugeständnissen in der Sozialpolitik will der Präsident die "Gelbwesten"-Krise in den Griff bekommen. Premierminister Edouard Philippe hatte anschließend eingeräumt, dass die Maßnahmen das Haushaltsdefizit im kommenden Jahr nach oben treiben werden.

Gebannt blicken Anleger auf die politische Entwicklung in Großbritannien. Am Vormittag kündigte Graham Brady, der Vorsitzende eines einflussreichen Parlamentskomitees, ein Misstrauensvotum gegen Premierministerin May an. Kurz danach bestätigte May, dass sie sich der Abstimmung stellen werde. Das Votum wird am Abend erwartet.

Devisenexperte Valentin Marinov von der Credit Agricole verwies als Erklärung für die leichten Gewinne beim Pfund auf die deutlichen Kursverluste seit Beginn der Woche. Die Kursentwicklung zeige, dass der Markt bereits zuvor mit einem Misstrauensvotum gerechnet habe. Außerdem sei derzeit kein geeigneter Nachfolgekandidat für May in Sicht, der für ein erfolgreiches Misstrauensvotum gegen die Regierungschefin sorgen könnte.

Neue Konjunkturdaten könnten ebenfalls für Impulse im Handel am Devisenmarkt sorgen. Die Anleger blicken vor allem auf neue Daten zur Preisentwicklung in den USA, die am Nachmittag auf dem Programm stehen./jkr/bgf/jha/

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