FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Mittwoch anfängliche Verluste wettgemacht und ist bis zum Mittag gestiegen. Zuletzt kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1150 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Der Dollar geriet dagegen unter Druck, nicht nur zum Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1115 Dollar festgesetzt.

Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten die Märkte wenig. Im Mittelpunkt standen Wachstumszahlen aus Deutschland für das Gesamtjahr 2019. Erwartungsgemäß fiel das Wachstum mit 0,6 Prozent deutlich hinter das Tempo der Vorjahre zurück. Für dieses Jahr erwarten viele Bankvolkswirte eine leichte konjunkturelle Erholung.

Unter Druck stand das britische Pfund. Am Markt wurde auf Inflationsdaten verwiesen, die der laufenden Zinssenkungsdebatte neue Nahrung gaben. Im Dezember fiel die Inflationsrate auf einen dreijährigen Tiefstand. In den vergangenen Tagen haben mehrere hochrangige Notenbanker ihre Neigung zu einer lockereren Geldpolitik signalisiert, darunter Notenbankchef Mark Carney.

In den USA stehen am Nachmittag auch einige Konjunkturdaten an. Hauptereignis ist aber die geplante Unterzeichnung eines ersten Abkommens zur Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China. Ob sich damit das Verhältnis der beiden Wirtschaftsmächte durchweg und nachhaltig verbessert, gilt an den Märkten und unter Ökonomen als fraglich./bgf/jsl/jha/