FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag leicht gestiegen. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1565 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Am Vortag hatte der Euro einen 15-monatigen Tiefstand bei 1,1529 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1542 Dollar festgesetzt.

Für etwas Entspannung sorgte zuletzt ein Kompromissvorschlag im US-Schuldenstreit. Laut Senats-Minderheitsführer Mitch McConnel würden die Republikaner eine übergangsweise Anhebung der Schuldenobergrenze bis Dezember nicht blockieren. Dies würde die Gefahr eines Zahlungsausfalls der weltgrößten Volkswirtschaft zumindest aufschieben. Die Reaktion an den Devisenmärkten fiel allerdings verhalten aus.

Konjunkturdaten aus Deutschland enttäuschten zu Handelsbeginn deutlich. Die Gesamtproduktion der Industrie ist im August mit 4,0 Prozent wesentlich stärker gefallen als von Analysten erwartet. Sowohl die Automobilbranche als auch der Maschinenbau erlitten herbe Rückschläge. "Die Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten erwiesen sich als gravierender als bislang angenommen", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium.

In den USA werden im Tagesverlauf die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt erwartet. Sie geben einen Hinweis auf den am Freitag anstehenden monatlichen Jobbericht der Regierung. Analysten warten gespannt auf den Bericht, weil mit Auswirkungen auf die kurzfristige Geldpolitik der US-Notenbank Fed zu rechnen ist./bgf/mis