FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag etwas von den Kursverlusten der vergangenen beiden Handelstage erholt. Am Vormittag stieg die Gemeinschaftswährung auf ein Tageshoch von 1,2067 US-Dollar, nachdem sie am frühen Morgen bei 1,2036 Dollar gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,2060 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung und einem vergleichsweise impulsarmen Handel. Bis zum Nachmittag stehen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Dann könnten US-Wirtschaftsdatem für neue Impulse sorgen.

Nach Einschätzung von Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) richten sich die Blicke vor allem auf einen weiteren Stimmungstest des Verarbeitenden Gewerbes für den Monat Februar. Nachdem sich bereits die Stimmung in den Industriebetrieben in der Region New York deutlich verbessert hat, wird auch beim Stimmungsindikator der regionalen Notenbank von Philadelphia ein Anstieg erwartet.

Im Verlauf der Woche hatte eine Dollar-Stärke den Euro unter Druck gesetzt. Mehrfach waren US-Konjunkturdaten überraschend positiv ausgefallen, was auf eine robuste Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft hindeutet. Auch die Vertreter der US-Notenbank Fed zeigten sich zuversichtlicher mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Konjunkturprogramme der Regierung und die Impfungen würden der Wirtschaft einen "bedeutsamen Schub" geben, hieß es in dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank.

Zuletzt wurden die Kurse am Devisenmarkt außerdem stark durch die Entwicklung der Renditen für US-Staatsanleihen beeinflusst. Nachdem die Rendite in der Laufzeit von zehn Jahren im Verlauf der Woche über 1,30 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit einem Jahr gestiegen war, hat sich die Lage wieder beruhigt und die Renditen zeigten sich zuletzt wenig verändert. Steigende Renditen für Staatsanleihen locken Kapital in die USA, was den Kurs des Dollar stützt./jkr/bgf/mis